Der Systemische Beratungsansatz

Dieser Beratungsansatz vereint die Vorteile mehrerer Wissenschaftszweige, die in dessen Entwicklung eingeflossen sind, wie z.B. Biologie, Medizin, Kybernetik, Kommunikationstheorie, Informationstheorie, Spieltheorie, allgemeine Systemtheorie, Chaostheorie und Konstruktivismus.

Die Grundlage der systemischen Beratung ist ein systemtheoretisches Weltbild.

Wie man beispielsweise anhand des Ökosystems feststellen kann, hat es gravierende Auswirkungen für das ganze System, wenn nur ein Glied der Nahrungskette ausgerottet wird. Das heißt, fast jeder Eingriff in ein System hat Auswirkungen auf das gesamte System. Es geht in der Systemischen Beratung also immer um Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Elementen des jeweiligen Systems.

Der systemische Beratungsansatz macht sich diesen Gedanken der Wechselwirkungen zunutze, indem er ihn für Personen, Teams, Gruppen, Organisationen, Situationen, Prozesse, Probleme oder Konflikte anwendet. Der*die Einzelne wird also nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit seiner*ihrer Umwelt / seinem*ihrem System betrachtet.

Systemisch-zirkuläres Denken ermöglicht es uns, die Wechselbeziehungen zwischen dem eigenen Verhalten und dem Verhalten anderer im System zu betrachten.

Es sucht niemals nach Ursachen oder Schuldigen, sondern

  • überlegt, welche Muster von Kommunikationen, Beziehungen und Handlungen im Zusammenhang mit anderen Mustern letztendlich zu einem bestimmten Ergebnis führen
  • und wie diese Muster anders „gestrickt“ (oder welche anderen Muster „gestrickt“) werden können, damit zieldienlichere Muster entstehen.

Die systemische Betrachtung wird dem Umstand gerecht, dass Menschen verschiedene Perspektiven, Wünsche und Bedürfnisse haben. Menschen können folglich in derselben Situation etwas völlig Unterschiedliches wahrnehmen und deshalb auch unterschiedliche Schlüsse und Entscheidungen ableiten die wiederum Einfluss auf ihr Verhalten haben.

Da wir davon ausgehen, dass jeder Mensch aufgrund seiner individuellen Prägungen und Erfahrungen seine eigene Realität konstruiert, stelle ich dieser in der gemeinsamen Arbeit mit meinen Kund*innen eine alternative Realitätskonstruktion gegenüber. Durch den Einsatz des sogenannten „Mehrbrillenprinzips“ nutzt der systemische Beratungsansatz diese verschiedenen Perspektiven, um den Beteiligten mehr Bewusstsein für verschiedene, mögliche Situationen zu vermitteln. Durch mehr Bewusstsein erweitert sich wiederum der Möglichkeits- und damit der Lösungsraum. Es steigen die Wahl- bzw. Entscheidungsoptionen, und so entsteht die Bedingung für eine positive Veränderung die in der Regel zu einer oder mehreren Lösungen führt.

Was kann ich mit dieser Beratung erreichen?

Ziel der Systemischen Beratung ist es, die individuellen Vorhaben sowie die persönlichen Kompetenzen des*der Kunden*in herauszuarbeiten, im beruflichen oder privaten Kontext zu reflektieren und zu einer Integration zu führen.

Weitere Ziele der Systemischen Beratung sind, die Kund*innen für alternative Denk-, Wahrnehmungs- und Interaktionsmuster zu öffnen, um so neue Verhaltensoptionen zu ermöglichen sowie Lern- und Erneuerungsprozesse zu initiieren und zu begleiten, um Menschen in Systemen und/oder Systeme (Teams, Gruppen oder Organisationen bzw. Unternehmen) überlebensfähiger, erfolgreicher und effizienter zu machen. Zudem kann systemische Beratung mehr Verständnis, Toleranz und einen achtsameren Umgang mit bzw. für sich selbst und anderen fördern.

Translate »